Inbetriebnahme des Biomasseheizkraftwerkes Aschaffenburg
Weit mehr als 500 Besucher nahmen am 16. Mai 2010 an der Einweihung des Biomasseheizkraftwerkes im Aschaffenburger Hafen teil. Nach weniger als 12 Monaten Bauzeit speiste die Anlage jetzt erstmalig Strom ins Netz ein. Eigentümer der Anlage ist die Bioenergie Aschaffenburg GmbH, ein Gemeinschaftsunternehmen der Aschaffenburger Versorgungs-GmbH (AVG), HEAG Südhessische Energie AG (HSE) und der Entsorgungs-AG (EAG).
Als Brennstoff für das Biomasseheizkraftwerk werden jährlich ca. 30.000 t naturbelassene Holzhackschnitzel aus der Region eingesetzt. Die Anlage hat eine elektrische Leistung von ca. 1,3 MW. Dies reicht aus, um über 10.000 Bürger mit Strom zu versorgen. Dabei werden im Vergleich mit einem Kohlekraftwerk pro Jahr etwa 15.000 t Kohlendioxid eingespart. Mit der entstehenden Wärme wird im Winter das Fernwärmenetz im Aschaffenburger Stadtteil Leider versorgt. Im Sommer werden mit der Wärme Buchenspäne getrocknet und hieraus jährlich rund 35.000 t Holzbriketts produziert. Die umweltfreundlichen Buchenbriketts werden an Privathaushalte verkauft oder im Rahmen von Contractingprojekten zur Wärmeerzeugung eingesetzt.
In die Anlage werden insgesamt ca. 17,3 Mio. € investiert, davon ca. 12 Mio. € in das Kraftwerk und ca. 5 Mio. € in die Abwärmenutzung. Mit der Inbetriebnahme werden 8 neue Arbeitsplätze geschaffen. Die entstehende Wertschöpfung verbleibt vollständig in der Region Aschaffenburg.
Die EAG wurde von der Bioenergie Aschaffenburg GmbH mit der Beschaffung des benötigten Brennstoffes, dem Einkauf der Sägespäne und dem Vertrieb der Holzbriketts beauftragt. Damit baut die EAG ihre Marktstellung im Bereich Biomasse deutlich aus. In den kommenden Jahren will die EAG weitere Biomasseprojekte – schwerpunktmäßig in Südhessen – realisieren.
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